DIE FORMENLEHRE DES FENG SHUI

Die Formenlehre folgt, genauso wie die Farbenlehre, dem Yin-Yang-Konzept und dem Konzept der 5 Elemente/Wandlungsphasen. Eine Form ist eine am Umriss erkennbare Einheit und jede noch so kompliziert erscheinende Form lässt sich in einfache Einzelformen Zerlegen.

 

Bevor man mit Formen eine neues harmonisches Gefüge erschaffen kann muss man sich mit deren unterschiedlichen Aspekten befassen. Zunächst geht es darum die Form zu Erkennen und zu beschreiben, welches Wesen hat die Form, ebenso welche Ansprüche, um die Situation analysieren zu können und um bei der Gestaltung die richtigen Formen auswählen und anordnen zu können. Letztlich muss man auch das Vorstellungsvermögen, die Formen betreffend, erweitern, um kreativ mit ihnen arbeiten zu können.

 

Weiche, runde und sanfte Formen haben eine Yin-Qualität, wogegen spitze, kantige, harte Formen eine Yang-Qualität aufweisen.

Grundformen

Das Feng Shui kennt insgesamt 5 Grundformen, die mit den 5 Elementen/Wandlungsphasen (Holz, Feuer, Erde, Metall, Waser) korrespondieren. Zwei dieser Grundformen, die den Elementen/Wandlungsphasen Holz und Erde zugeordnet sind, weisen Ähnlichkeiten auf.

Holz

Die dem Element/Wandlungsphase Holz zugeordnete Primärform ist das aufrecht stehende Rechteck. Weiters alle schmalen, langen Formen, stehende Zylinder und aufrechte Quader.

 

So werden dem Holz beispielsweise Türme, Säulen, schmale hohe Fenster, schmale Vasen, Regale, ... zugeordnet

 

Diese Formen wirken fest, konstruktiv, stolz und klar

Feuer

Die dem Element/Wandlungsphase Feuer zugeordnete Primärform ist das Dreieck. Weiters alle spitzen oder spitz zulaufenden Formen, Pyramiden und Kegel.

 

So werden dem Feuer beispielsweise Pyramiden, Giebeldächer ... zugeordnet.

 

Diese Formen wirken kraftvoll, aufstrebend, Schwerkraft auflösend, elegant, aggressiv und selbstbewusst.

 

Diese Formen benötigen in der Richtung, in die sie streben Platz.

Erde

Die der Element/Wandlungsphase Erde zugeordnete Primärform ist das liegende Rechteck. Weiters alle flachen, breiten, niedrigen, langgezogenen, quadratischen Formen, Würfel und liegende Quader.

 

So werden der Erde beispielsweise Flachdächer, niedrige, breite Gebäude, Kommoden ... zugeordnet.

 

Diese Formen wirken behäbig, fest, stabil und schwer.

Metall

Die dem Element/Wandlungsphase Metall zugeordnete Primärform ist der Kreis. Weiters allen runden, gewölbten, ovalen Formen, Kugel und Ei.

 

So werden dem Metall beispielweise Kuppeln, Bögen, kugelige Vasen ... zugeordnet.

 

Diese Formen wirken ruhig, voluminös, umschließend, gesellig, lastend, auf das eigene Zentrum hin ausgerichtet und weich

Wasser

Die dem Element/Wandlungsphase Wasser zugeordnete Primärform ist die Organische. Weiters alle amorphen, formlosen, wellenförmigen und vielgestaltigen Formen.

 

So werden dem Wasser beispielsweise sehr dynamische, vielschichtige Formgebungen zugeordnet, gebogene und fließende Formen, Gebäude mit unregelmäßigen oder vielfältigen Formen. Oft auch Gebäude, die sukzessive erweitert wurden.

 

Diese Formen wirken organisch, dynamisch, mitunter chaotisch.

Sämtliche Formen werden nach diesen 5 Grundformen untersucht und analysiert. Welche Elemente/Wandlungsphasen herrschen vor, und in welcher Beziehung stehen sie zueinander. Egal ob die Dekoration im Innenraum, der Raum selbst, der Architektur oder den Landschaftsformen und Bergen, alles kann diesen grundlegenden Mustern zugeordnet werden. Auch Mischungen aus mehreren Elementen/Wandlungsphasen kommen vor, bei Gebäuden ist dies der Normalfall.

 

Links ein Bild aus einem Feng Shui Buch aus dem 17 Jh., das die Zuordnung einzelner Bergformen zu den Elementen/Wandlungsphasen zeigt. In der oberen Reihe sind die Seitenansichten der Berge, und in der unteren Reihe die Draufsichten.

Die Elemente/Wandlungsphasen interagieren auf verschiedenste weise miteinander nach ganz bestimmten Gesetzmäßigkeiten, sodass sich anhand dieser Beziehungen, Harmonie aber auch günstige Spannungsfelder herstellen lassen.

 

Hier nun die verschiedenen Zyklen und Gesetzmäßigkeiten der 5 Elemente/Wandlungsphasen. Für eine genauere Erläuterung lesen sie bitte den Artikel über "Die 5 Elemente/Wandlungsphasen und das Feng Shui". Achten sie auch bitte darauf, dass diese Darstellung der Elemente/Wandlungsphasen ungenau ist, da die Elemente/Wandlungsphasen nicht gleichwertig sind. Die Phase Erde ist etwas dominanter und auch etwas neutraler als die anderen.